2013-10-01

Short links (2013-10-01)

Tue, 01 Oct 2013 09:26:48 +0000
2013-09-27

Texte und Bilder elegant austauschen zwischen Redaktionen und Nachrichtenagenturen

Texte und Bilder, die Redaktionen von extern zugeliefert bekommen – hauptsächlich von Nachrichten- und Bildagenturen – werden digital und meist mit guten Metadaten angeliefert. Der Weg in die Produktionssysteme des Verlags erfordert aber oft zu viel Handarbeit, und es gehen Metadaten dabei verloren. Das liegt daran, dass die Software im Verlag technische Beschränkungen hat oder sie nicht entsprechend konfiguriert wurde. Ein Rückweg zum Lieferanten nach der Veröffentlichung fehlt entweder oder ist aufwändig.

Im Idealfall hätte der Redakteur:
… eine übergreifende Sicht auf die Planung: wann zu welchen Themen Agenturen oder eigene Mitarbeiter Inhalte liefern werden, mit Übernahme in die Produktionsplanung
… eine einheitliche Sicht auf digitale Inhalte aus allen verfügbaren Quellen: ein Portal oder eine Suchmaschine, über die man auf selbst produzierte Texte und Bilder, Agenturmaterial, Angebote von anderen Redaktionen oder Freien, interne und externe Archive zugreifen kann
… eine 1-Klick-Übernahme aller (geplanten oder bereits vorhandenen) Inhalte in die eigene Produktion, mit sämtlichen Metadaten (Angaben zum Urheber, Nutzungsrechte und Vergütung, Bildunterschriften, Verschlagwortung, Verknüpfung zur Planung)
… einen automatisierten Rückweg, der den Anbieter über die geplante bzw. erfolgte Veröffentlichung informiert und so die Erstellung von Nutzungsstatistiken, Abrechnung und Belegexemplaren stark vereinfacht
… eine einfache Möglichkeit, selbst eigene Inhalte anderen Redaktionen anzubieten

All das ist technisch machbar. Programmieren muss man dafür elegante und verständliche Schnittstellen für Inhalteanbieter (z.B. Portale von Nachrichtenagenturen und Bilddatenbanken) und Produktionssysteme (Redaktionssysteme, CMS). Schwieriger ist die nötige Standardisierung von Metadaten und Protokollen:

Es braucht Konventionen, welche Metadaten-Formate wie genutzt werden (z.B. NewsML G2, RightsML). Zumindest die für die Produktion grundlegenden Metadaten (Datum, Embargo, Bildunterschrift, Nutzungsrechte, Copyright) müssen einheitlich (bzw. kompatibel) ausgetauscht werden können. Für ein themenzentriertes Arbeiten muss man noch deutlich weiter gehen und ein gemeinsames Metadaten-Vokabular (für Personen, Orte, Ereignisse/Veranstaltungen, Themen) schaffen. Das bringt einen erheblichen “Mehrwert”, ist aber schwierig: Mit der Vereinheitlichung von Vokabular und Strukturen kämpft das “Semantic Web” schon länger. Am ehesten können Nachrichtenagenturen hier Standards setzen.

Und es müssen sich Protokolle für die Schnittstellen etablieren, über die man Bilder und Texte anbietet. Wenn jeder Anbieter und Abnehmer sein eigenes Datensilo betreibt mit proprietären APIs, kann kein universaler Content-Marktplatz entstehen. Schauen wir uns doch vom Web ab, wie es geht: Jeder Inhalte-Anbieter nutzt entweder einen Dienstleister oder hostet selbst eine Website, die für jeden Text (bzw. jedes Bild) und jedes Thema eine eigene HTML-Seite (unter einer permanenten URL) anbietet, mit Links und semantischem HTML-Markup (für Metadaten und Rechte, z.B. RDFa). Dafür können verschiedene Parteien Crawler und Suchmaschinen bauen. Alternativ zum Crawling können XML-Sitemaps, RSS-Feeds und PubSubHubbub bereitgestellt werden. Inhalte und Suchmaschinen werden meist nicht öffentlich sein, sondern ein Login erfordern (was z.B. auch die Personalisierung der Rechte ermöglicht).

(Siehe auch: Software für Journalismus – zwei Ideen vor dem scoopcamp 2013 und Linked Data for better image search on the Web.)

Wie sieht’s aus, wer macht mit?

Fri, 27 Sep 2013 13:21:02 +0000
2013-09-25

Short links (2013-09-25)

Wed, 25 Sep 2013 06:44:20 +0000
2013-09-24

Julien Genestoux: Follow buttons everywhere

Julien Genestoux – Follow buttons everywhere:

“Generally, users express a future interest when they hit a follow button. Rather than performing a query over past data, they express their interest in future, related events.

Following is to the future what searching is to the past.

They have an amazing value for the service who offers them too, because it’s a strong signal to determine what content is expected by its users on their next visit, or what kind of content they’re willing to be notified for.

[…] We need to decouple the publication platform and the consuming platform for public information. Decoupling would also increase engagement on the publishing platforms because it would open their gates to the logged-out users.”

Great post! Having a curator watch interesting topics for me, and letting me subscribe to these topic feeds, is what I see as an important part of the future of news. (See my – sorry, in German only – blog posts Software für Journalismus and Themenzentriertes Arbeiten.) It’s also why I keep pushing for RSS/Atom feeds and am looking into IndieWeb.

Decoupling is something that search engines are good at. A feed-reading, topic-centric search engine that always sorts by date and uses semantic metadata from the Web pages (especially which topics the author writes about, using URLs instead of hashtags) should be a great hub for “following”.

Tue, 24 Sep 2013 09:18:19 +0000
2013-09-21

Tim O’Reilly: How I failed

Tim O’Reilly – How I failed:

“As a management team, you aren’t just working for the company; you have to work on the company, shaping it, tuning it, setting the rules that it will live by. And it’s way too easy to give that latter work short shrift.

[…] I was always pretty good at finding the sweet spot where idealism and business reality meet, but I didn’t spend enough time teaching that skill to everyone on my team. […] If I were starting O’Reilly all over again, I’d spend a lot more time making sure the culture I was trying to create was the one that I actually did create.

[…] Every manager — in fact, every employee — needs to understand the financial side of the business. One of my big mistakes was to let people build products, or do marketing, without forcing them to understand the financial impact of their decisions.

[…] Looking back, I wish we’d worked harder early on to build an organization in which human potential isn’t just expected and taken for granted, but is also nurtured — if necessary, with tough love. […] We ended up building a culture where managers too often compensated for the failings of employees by working around them, either working harder themselves, hiring someone else to fill in the gaps, or just letting the organization be less effective.

[…] I never regretted raising the bar […] but I look back at the many times I let something go by that I shouldn’t have because the team would be upset, and I regret every one of them.”

Sat, 21 Sep 2013 21:40:35 +0000
2013-09-19

Short links (2013-09-20)

Thu, 19 Sep 2013 22:20:10 +0000
2013-09-16

Laurence Hart: What Constitutes Industry Leadership?

Laurence Hart – What Constitutes Industry Leadership?:

“People take their cue from the actual Leader. In the Content Management industry, it is usually the vendor(s) that are being copied by other vendors and being brought-up in almost every pre-sales discussion.

[…] Pretenders: These are vendors that think they are leaders but aren’t perceived that way. The older the vendor, the more likely they are a Pretenders.

[…] You could have the best tech that money can develop, but if the world either doesn’t know about it or can’t seem to get it to work, it doesn’t matter. […] Leadership is about having the best vision, communicating on that vision, and delivering on that vision.

[…] This vision needs to be out there year-round, not when a new product release or annual conference takes place.”

Mon, 16 Sep 2013 08:03:55 +0000
2013-09-12

Journalismus: Themenzentriertes Arbeiten, vernetzte Beiträge und hilfreiche Software

Ich habe ein grobes Konzept aus dem letzten Jahr in einer “Schublade” gefunden… Vielleicht ist ja für jemanden eine interessante Idee dabei. Es geht um themenzentrierte Veröffentlichung, das Vernetzen von Beiträgen und ein dafür geeignetes Tool für Redakteure. (Siehe auch mein Blog Post Software für Journalismus – zwei Ideen vor dem scoopcamp 2013.)

These 1: Verwandte Inhalte (“mehr zum Thema”, “das könnte Sie auch interessieren”) und die dafür notwendigen Metadaten werden immer wichtiger, weil…

These 2: … sich für Mediennutzer der Fokus von einzelnen Artikeln auf Themenseiten verschiebt: Eine Seite, die immer das Aktuellste zum Thema zeigt (das macht eine Facebook- oder Twitter-Profilseite ja auch), und darunter die Chronologie (also alle interessanten älteren Artikel zum Thema, inkl. Archiv). (Zum “river of news”-Trend s. auch Nachrichten sind Flüsse, kein Seen von Felix Schwenzel und Stop Publishing Web Pages von Anil Dash.) Themenseiten gibt es heute schon, z.B. bei SPIEGEL ONLINE, allerdings oft etwas lieblos gemacht und nur für wenige Themen.

These 3: Was andere Medien zum Thema beitragen, kann man nicht mehr ausblenden. Zu einer guten Themenseite gehören Links auf das, was die anderen schreiben (“people come back to places that send them away”).

These 4: Zu dem, “was die anderen schreiben”, gehört auch “social media”. Es geht nicht darum, Kommentare zu einem Artikel auf der eigenen Seite zu bekommen, sondern die im offenen Web geführte Diskussion mit anzuzeigen und zu integrieren. Bevorzugt geht es dabei um die eigenen Nutzer/Leser (die sollte man kennen, z.B. die, die Artikel kommentiert haben).

These 5: “social media” wird sich diversifizieren: Facebook und Twitter werden Konkurrenz bekommen, auch von Protokollen, mit denen jeder auf seiner eigenen Website schreiben und sich trotzdem mit anderen verlinken kann (IndieWeb). Aber es wird deshalb auch einfacher, herauszufinden, worüber jemand schreibt (eindeutige URLs statt manchmal mehrdeutiger Hashtags).

These 6: Ein lokales Medium muss nicht über alles selbst schreiben, sollte aber jedem Thema eine Plattform bieten können. Schreiben die eigenen Nutzer auf Blogs und “social media” verstärkt über ein noch neues Thema, kann das Medium einfach als Aggregator und Kurator eine zentrale Seite dazu bieten und ggf. sogar die Betreuung der Seite Nutzern überlassen. (Z.B. können Verkehrsinfos aus Staumeldungen und Tweets wie “Stau auf der A1” zusammengestellt werden zu einer Seite, die besonders für Pendler nützlich ist.)

These 7: Automatisierte Kategorisierung und Verschlagwortung wird als Werkzeug benötigt, reicht von der Qualität aber nicht aus. Menschen müssen die Automatik konfigurieren, übersteuern und trainieren können.

Wie würde ein Tool für Redakteure aussehen, das vernetzte, themenzentrierte Veröffentlichung unterstützt?

1. Eine elegante, schnelle, automatisch aktualisierte Themenübersicht: Worüber berichten wir heute (schon veröffentlicht oder noch in Planung/in Arbeit)? Welche weiteren, momentan nicht abgedeckten Themen finden gerade in anderen Medien und in “social media” statt? Was passiert dort sonst, das wir nicht so einfach in ein Themencluster pressen können?

2. Alle Inhalte zu einem Thema werden zusammen angezeigt: eigener Content (aktuell veröffentlicht, bzw. gerade in Arbeit), fremder (andere Medien, “social media”) sowie Archivinhalte. Das betrifft alle Content-Typen (Text, Bilder, Videos). Die Liste darf nicht zu lang werden: Es gibt einen cleveren Algorithmus, der nur die wichtigsten Dinge anzeigt (z.B. das Neueste und das Umfangreichste, oder die vertrauenswürdigste Quelle). Ein Klick auf “Mehr…” zeigt dann die ganze Liste. Mit einem Klick kann man jedes Element auf der Themenseite veröffentlichen oder verlinken.

3. Diese kombinierte Übersicht zu einem Thema kann auch der Redakteur sehen, während er für das Thema schreibt.

4. Direkt aus dieser Liste kann man mit “social media”-Kommentatoren in Kontakt treten: Nachfragen stellen, um Veröffentlichungserlaubnis bitten usw.

5. Die Themenerkennung wird nicht immer funktionieren. Mit einem Klick muss man etwas aus einem Thema entfernen können, wenn’s nicht zum Thema gehört. Und die Parameter für ein Thema (Signalwörter, Quellen, verbotene Wörter usw.) muss man simpel anpassen können und die Auswirkungen sofort live sehen: z.B. einen falschen Begriff ausschließen und sehen, wie die Liste aufgeräumt wird. Oder eine Themendefinition verallgemeinern und sehen, wie zwei vorher getrennte Themenblöcke zu einem kombiniert werden.

Thu, 12 Sep 2013 21:22:18 +0000
2013-09-10

Themenseite zum scoopcamp 2013

“Deine Themen im Blick behalten” – ich wünsche mir ein Themenportal, das dem Leser genau dabei hilft. Mehr dazu in meinem Blog Post Software für Journalismus – zwei Ideen vor dem scoopcamp 2013.

Anhand des scoopcamp 2013 probiere ich aus, wie so eine Themenseite aussehen könnte. Hier ist mein Prototyp:

Artikel zum Thema scoopcamp 2013

Ich werde diese Seite in den nächsten Wochen pflegen. Danke für Verbesserungsvorschläge oder Tipps, falls ich bei der Berichterstattung über das scoopcamp etwas übersehen habe!

Tue, 10 Sep 2013 09:42:08 +0000

Themenseite zur Zeitungsdebatte #tag2020 und “Der Abend”

Heute hat Cordt Schnibben bei SPIEGEL ONLINE ein Zukunftskonzept für die Tageszeitung vorgestellt, “Der Abend”. Weil dazu viel Spannendes geschrieben wird, gleich noch eine Themenseite (s. der letzte Eintrag zur scoopcamp 2013-Themenseite):

Artikel zum Thema “2020 – Die Zeitungsdebatte”

Einfach den Feed abonnieren und ganz entspannt das Thema verfolgen, ohne bei Twitter laufend lesen oder bei Google suchen zu müssen – oder darauf zu hoffen, dass die offizielle SPIEGEL ONLINE-Themenseite auch auf externe Beiträge verlinkt…

 

Tue, 10 Sep 2013 20:28:22 +0000
2013-09-04

Software für Journalismus – zwei Ideen vor dem scoopcamp 2013

[Sorry for the German blog post – I’ll publish an English version soon.]

Ich arbeite für Digital Collections, einen Hersteller von DAM-Systemen (und mehr) mit Kunden hauptsächlich aus der Verlagsbranche. Deren Umbruch beobachten wir aus der Nähe und machen uns Gedanken darüber… Hier zwei Ideen, die ich aus meiner Perspektive als Software-Entwickler und Dokumentar für den “Journalismus der Zukunft” habe und an deren Verwirklichung ich gern mitarbeiten würde. Ich freue mich über Ergänzungen und Nachfragen; per Mail oder Twitter oder gern persönlich auf dem scoopcamp 2013 in Hamburg (das für mich der Anlass ist, diese Ideen aufzuschreiben).

(Hinweis: Das sind meine eigenen Vorstellungen, ich spreche hier nicht für meinen Arbeitgeber!)

1. “Deine Themen im Blick behalten” – ein Themenportal für den Leser

Den aktuellen Überblick – “was passiert gerade Interessantes in meiner Nähe und dem Rest der Welt?” – bekommt man prima über die gedruckte Zeitung, Fernsehen und Radio oder eine Nachrichtenseite im Web. Sich punktuell über ein spezielles Thema zu informieren (“Mesut Özil wechselt? Das muss ich lesen”), klappt auch recht gut über die Suchfunktion des Online-Auftritts oder Suchmaschinen.

Schwierig ist es dagegen, über ein Thema laufend informiert zu bleiben. Ich interessiere mich z.B. für den Themenbereich “Jugendamt” und das Thema “Snowden/NSA-Affäre”. Mein Wunsch als Leser: “Ich möchte es mitbekommen, wenn Presse, Radio, Fernsehen oder Blogs etwas Wichtiges zu meinen Themen veröffentlichen.” Um es dann lesen/hören/sehen zu können. Gern auch mal gegen Bezahlung.

Für den Fußballfan gibt es viele Angebote, er verpasst nicht viel. Ansonsten finde ich nur mit Glück eine Themenseite (aber nur für eine Nachrichtenquelle, hier ein SPIEGEL-ONLINE-Beispiel). RSS-Feeds sind meist nicht themenspezifisch und auch nur aus einer Quelle. Und die Mühe, die eher mittelmäßigen Google Alerts einzurichten, mache ich mir auch nur selten.

Andreas Fischer fragt: “Warum gibt es nicht längst ein gemeinsames Portal unserer Tageszeitungen, das ähnlich wie Google News dafür sorgt, Leser auf die einzelnen Websites weiterzuleiten?” Die “Paywalls” werden mehr, vielleicht könnte eine Art “iTunes Store für Verlagsinhalte” entstehen. Der hätte aber ein Problem mit der Kleinteiligkeit der Inhalte. Bei Musik bieten sich Seiten für Künstler und Alben an. Die Flut von täglich ein paar zehntausend neuen Artikeln muss ebenfalls sinnvoll gruppiert werden, um einen leserfreundlichen Zugang zu bieten. Meiner Meinung nach wäre eine Gruppierung nach Thema ideal.

Also eine Website, die die aktuell in den Medien behandelten Themen auflistet und für jedes Thema eine Seite anbietet, die täglich (oder noch öfter) aktualisiert auf passende Artikel verlinkt. Artikel auf den bekannten Nachrichten-Websites, aber gern auch von guten Blogs, aus den Archiven, Hintergrundinfos bei Wikipedia oder Hinweise auf Fernsehsendungen. Mit Veröffentlichungsdatum, Name der Quelle, Überschrift, Umfang (lang/mittel/kurz), Autor und einem Hinweis, falls der Artikel hinter einer Bezahlschranke liegt. Ich kann mich per RSS-Feed oder E-Mail benachrichtigen lassen, wenn neue Links hinzukommen. 

Das würde ich mir als Leser wünschen. Und ich halte es für machbar!

Update: Hier ein Prototyp einer Themenseite für das scoopcamp 2013. S. auch meinen Blog Post Journalismus: Themenzentriertes Arbeiten, vernetzte Beiträge und hilfreiche Software.

2. Ein offenes Netzwerk für Anbieter von Bildern und Texten – und eine Suchmaschine für den Redakteur

Noch nie bestanden Zeitungen nur aus selbstproduzierten Inhalten. Freie, Externe, Korrespondenten, Nachrichtenagenturen, Bildagenturen liefern zu, und die eigene Produktion wird wieder anderen angeboten. Das Internet und die Digitalfotografie vereinfachen das Verteilen von Inhalten dramatisch – und das Veröffentlichen. Potentielle Anbieter und Abnehmer von Bildern und Texten gibt es immer mehr. 

Diese zusammenzubringen und einen einfachen Austausch der Inhalte zu ermöglichen (einschließlich Metadaten zu Veröffentlichungsrechten, Honorierung, Planung), ist allerdings gar nicht so einfach. Mein Ansatz: Anbieter sollten ihre Inhalte auf Webseiten (i.d.R. mit Passwortschutz) bereitstellen und sich dabei an ein paar einfache Konventionen für das Datenformat (HTML+RDFa) halten.

Das ermöglicht es anderen (z.B. Verlagen, Agenturen), mittels bewährter “Crawler”-Technik Suchmaschinen für diese Angebote aufzubauen. (In so einer Suchmaschine können natürlich auch die eigenen, internen Archive enthalten sein.) Im Idealfall findet der Redakteur dann, wenn eigene oder Agenturbilder fehlen, die Bilder vom freien Fotografen, der zufällig gerade vor Ort war und sie über das Netzwerk allen anbietet. Oder der über das Netzwerk das Angebot veröffentlicht, dort Fotos zu machen, wo er sich heute aufhält.

Solch ein Netzwerk wäre offen für beliebige Teilnehmer (die sich natürlich über die Nutzung der Inhalte einig werden müssen) und auf keine proprietäre Software oder zentrale Instanz angewiesen.

Zu diesem Thema siehe auch meine Blog-Posts Linked Data for better image search on the Web und Linked Data for public, siloed, and internal images.

Was denkst Du, was denken Sie? Braucht keiner, rechnet sich nicht? Oder ist etwas dabei, das wir gemeinsam angehen können?

Wed, 04 Sep 2013 22:10:18 +0000
2013-09-05

Paul Adams: Why cards are the future of the Web

Paul Adams – Why cards are the future of the Web:

“In addition to their reputable past as an information medium, the most important thing about cards is that they are almost infinitely manipulatable. See the simple example above from Samuel Couto Think about cards in the physical world. They can be turned over to reveal more, folded for a summary and expanded for more details, stacked to save space, sorted, grouped, and spread out to survey more than one.

When designing for screens, we can take advantage of all these things. In addition, we can take advantage of animation and movement. We can hint at what is on the reverse, or that the card can be folded out. We can embed multimedia content, photos, videos, music. There are so many new things to invent here.”

Thu, 05 Sep 2013 08:03:14 +0000