{"id":1692,"date":"2013-09-05T00:00:00","date_gmt":"2013-09-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wwwneu.strehle.de\/tim\/weblog\/archives\/2013\/09\/05\/1633\/"},"modified":"2013-09-05T00:00:00","modified_gmt":"2013-09-04T22:00:00","slug":"1633","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.strehle.de\/tim\/weblog\/archives\/2013\/09\/05\/1633\/","title":{"rendered":"Software f\u00fcr Journalismus \u2013 zwei Ideen vor dem scoopcamp 2013"},"content":{"rendered":"<p>[Sorry for the German blog post \u2013 I\u2019ll publish an English version soon.]<\/p>\n<p>Ich arbeite f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.digicol.de\/\">Digital Collections<\/a>, einen Hersteller von DAM-Systemen (und mehr) mit Kunden haupts\u00e4chlich aus der Verlagsbranche. Deren Umbruch beobachten wir aus der N\u00e4he und machen uns Gedanken dar\u00fcber\u2026 Hier zwei Ideen, die ich aus meiner Perspektive als Software-Entwickler und Dokumentar f\u00fcr den \u201cJournalismus der Zukunft\u201d habe und an deren Verwirklichung ich gern mitarbeiten w\u00fcrde. Ich freue mich \u00fcber Erg\u00e4nzungen und Nachfragen; per <a href=\"mailto:tim@strehle.de\">Mail<\/a> oder <a href=\"https:\/\/twitter.com\/tistre\">Twitter<\/a> oder gern pers\u00f6nlich auf dem <a href=\"http:\/\/scoopcamp.de\/\">scoopcamp 2013<\/a> in Hamburg (das f\u00fcr mich der Anlass ist, diese Ideen aufzuschreiben).<\/p>\n<p>(Hinweis: Das sind meine eigenen Vorstellungen, ich spreche hier nicht f\u00fcr meinen Arbeitgeber!)<\/p>\n<p><strong>1. \u201cDeine Themen im Blick behalten\u201d \u2013 ein Themenportal f\u00fcr den Leser<\/strong><\/p>\n<p>Den aktuellen \u00dcberblick \u2013 \u201cwas passiert gerade Interessantes in meiner N\u00e4he und dem Rest der Welt?\u201d \u2013 bekommt man prima \u00fcber die gedruckte Zeitung, Fernsehen und Radio oder eine Nachrichtenseite im Web. Sich punktuell \u00fcber ein spezielles Thema zu informieren (\u201cMesut \u00d6zil wechselt? Das muss ich lesen\u201d), klappt auch recht gut \u00fcber die Suchfunktion des Online-Auftritts oder Suchmaschinen.<\/p>\n<p>Schwierig ist es dagegen, \u00fcber ein Thema laufend informiert zu bleiben. Ich interessiere mich z.B. f\u00fcr den Themenbereich \u201cJugendamt\u201d und das Thema \u201cSnowden\/NSA-Aff\u00e4re\u201d. Mein Wunsch als Leser: \u201cIch m\u00f6chte es mitbekommen, wenn Presse, Radio, Fernsehen oder Blogs etwas Wichtiges zu meinen Themen ver\u00f6ffentlichen.\u201d Um es dann lesen\/h\u00f6ren\/sehen zu k\u00f6nnen. Gern auch mal gegen Bezahlung.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fu\u00dfballfan gibt es viele Angebote, er verpasst nicht viel. Ansonsten finde ich nur mit Gl\u00fcck eine Themenseite (aber nur f\u00fcr eine Nachrichtenquelle, hier ein <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/thema\/organspendeskandal\/\">SPIEGEL-ONLINE-Beispiel<\/a>). RSS-Feeds sind meist nicht themenspezifisch und auch nur aus einer Quelle. Und die M\u00fche, die eher mittelm\u00e4\u00dfigen <a href=\"http:\/\/www.google.de\/alerts\">Google Alerts<\/a> einzurichten, mache ich mir auch nur selten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Landesmedienanstalt-Internet-als-erste-Informationsquelle-1946297.html\">Andreas Fischer fragt<\/a>: \u201cWarum gibt es nicht l\u00e4ngst ein gemeinsames Portal unserer Tageszeitungen, das \u00e4hnlich wie Google News daf\u00fcr sorgt, Leser auf die einzelnen Websites weiterzuleiten?\u201d Die \u201cPaywalls\u201d werden mehr, vielleicht k\u00f6nnte eine Art \u201ciTunes Store f\u00fcr Verlagsinhalte\u201d entstehen. Der h\u00e4tte aber ein Problem mit der Kleinteiligkeit der Inhalte. Bei Musik bieten sich Seiten f\u00fcr K\u00fcnstler und Alben an. Die Flut von t\u00e4glich ein paar zehntausend neuen Artikeln muss ebenfalls sinnvoll gruppiert werden, um einen leserfreundlichen Zugang zu bieten. Meiner Meinung nach w\u00e4re eine Gruppierung nach Thema ideal.<\/p>\n<p>Also eine Website, die die aktuell in den Medien behandelten Themen auflistet und f\u00fcr jedes Thema eine Seite anbietet, die t\u00e4glich (oder noch \u00f6fter) aktualisiert auf passende Artikel verlinkt. Artikel auf den bekannten Nachrichten-Websites, aber gern auch von guten Blogs, aus den Archiven, Hintergrundinfos bei Wikipedia oder Hinweise auf Fernsehsendungen. Mit Ver\u00f6ffentlichungsdatum, Name der Quelle, \u00dcberschrift, Umfang (lang\/mittel\/kurz), Autor und einem Hinweis, falls der Artikel hinter einer Bezahlschranke liegt. Ich kann mich per RSS-Feed oder E-Mail benachrichtigen lassen, wenn neue Links hinzukommen.<\/p>\n<p>Das w\u00fcrde ich mir als Leser w\u00fcnschen. Und ich halte es f\u00fcr machbar!<\/p>\n<p><em>Update<\/em>: Hier ein Prototyp einer <a href=\"\/themen\/scoopcamp_2013\/\">Themenseite f\u00fcr das scoopcamp 2013<\/a>. S. auch meinen Blog Post <a href=\"\/tim\/weblog\/archives\/2013\/09\/12\/1649\">Journalismus: Themenzentriertes Arbeiten, vernetzte Beitr\u00e4ge und hilfreiche Software<\/a>.<\/p>\n<p><strong>2. Ein offenes Netzwerk f\u00fcr Anbieter von Bildern und Texten \u2013 und eine Suchmaschine f\u00fcr den Redakteur<\/strong><\/p>\n<p>Noch nie bestanden Zeitungen nur aus selbstproduzierten Inhalten. Freie, Externe, Korrespondenten, Nachrichtenagenturen, Bildagenturen liefern zu, und die eigene Produktion wird wieder anderen angeboten. Das Internet und die Digitalfotografie vereinfachen das Verteilen von Inhalten dramatisch \u2013 und das Ver\u00f6ffentlichen. Potentielle Anbieter und Abnehmer von Bildern und Texten gibt es immer mehr.<\/p>\n<p>Diese zusammenzubringen und einen einfachen Austausch der Inhalte zu erm\u00f6glichen (einschlie\u00dflich Metadaten zu Ver\u00f6ffentlichungsrechten, Honorierung, Planung), ist allerdings gar nicht so einfach. Mein Ansatz: Anbieter sollten ihre Inhalte auf Webseiten (i.d.R. mit Passwortschutz) bereitstellen und sich dabei an ein paar einfache Konventionen f\u00fcr das Datenformat (HTML+RDFa) halten.<\/p>\n<p>Das erm\u00f6glicht es anderen (z.B. Verlagen, Agenturen), mittels bew\u00e4hrter \u201cCrawler\u201d-Technik Suchmaschinen f\u00fcr diese Angebote aufzubauen. (In so einer Suchmaschine k\u00f6nnen nat\u00fcrlich auch die eigenen, internen Archive enthalten sein.) Im Idealfall findet der Redakteur dann, wenn eigene oder Agenturbilder fehlen, die Bilder vom freien Fotografen, der zuf\u00e4llig gerade vor Ort war und sie \u00fcber das Netzwerk allen anbietet. Oder der \u00fcber das Netzwerk das Angebot ver\u00f6ffentlicht, dort Fotos zu machen, wo er sich heute aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Solch ein Netzwerk w\u00e4re offen f\u00fcr beliebige Teilnehmer (die sich nat\u00fcrlich \u00fcber die Nutzung der Inhalte einig werden m\u00fcssen) und auf keine propriet\u00e4re Software oder zentrale Instanz angewiesen.<\/p>\n<p>Zu diesem Thema siehe auch meine Blog-Posts <a href=\"\/tim\/weblog\/archives\/2013\/05\/26\/1608\">Linked Data for better image search on the Web<\/a> und <a href=\"\/tim\/weblog\/archives\/2013\/06\/05\/1612\">Linked Data for public, siloed, and internal images<\/a>.<\/p>\n<p>Was denkst Du, was denken Sie? Braucht keiner, rechnet sich nicht? Oder ist etwas dabei, das wir gemeinsam angehen k\u00f6nnen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[Sorry for the German blog post \u2013 I\u2019ll publish an English version soon.] Ich arbeite f\u00fcr Digital Collections, einen Hersteller von DAM-Systemen (und mehr) mit Kunden haupts\u00e4chlich aus der Verlagsbranche. 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